Pelikan-Viertel List:
Planung Neubau Günther-Wagner-Allee

Gegenüber der in zwei bundesweiten Wettbewerben für Projektentwicklung und für Nachhaltigkeit ausgezeichneten Gundlach Wohnanlage VIER im Pelikan-Viertel soll auf 10.300 m² ein weiteres Gundlach Wohnquartier entstehen. Welche konkrete Gestalt es innerhalb des bisherigen städtebaulichen Entwurfs annehmen wird, ist noch offen. Ein im ursprünglichen Bebauungsplan mit bis zu 50 m Höhe vorgesehenes Hochhaus, das von einigen Anwohnern als nicht zum Standort passend empfunden wurde, wird dort nicht entstehen. Es wurden weiterführende Machbarkeitsprüfungen hinsichtlich des Baus dieses markanten Hochpunktes durchgeführt. Dabei sind wir zu der Erkenntnis gekommen, dass ein Hochhaus mit unserem qualitativen Anspruch an dem Standort nicht wirtschaftlich umsetzbar ist. Auch Sorgen von Anwohnern hinsichtlich einer zu starken Verschattung der Nachbargebäude haben wir in die Entscheidungsfindung einbezogen.

Das Besondere an dem Projekt

  • Bebauung der letzten großen Baulücke in der List
  • Planung durch mehrere Architekturbüros angedacht
  • Nachnutzung einer ehemaligen Industriebrache (Pelikan)
Aktueller Planungsstand

* Auf diesen Seiten stellen wir Ihnen Projekte in ihrem aktuellen Stand der Planung vor.
Bitte beachten Sie, dass sich durchaus noch Änderungen ergeben können – nicht zuletzt auch durch Ihr Feedback und Ihre Beteiligung.

2017

1Januar 2017:
Vorbereitungsstart des Werkstattverfahrens
2Mai 2017:
Informationsveranstaltung im Pelikan
3August 2017:
Startschuss für die 1. Phase des Werkstattverfahrens
4November 2017:
Ausstellung der Zwischenergebnisse, Juryentscheid und Ausstellung der Ergebnisse
5Dezember 2017:
Start der 2. Phase des Werkstattverfahrens

2018

6Frühjahr 2018:
Entscheidung über den finalen Entwurf
72018:
Bebauungsplanverfahren wird durch die Stadt Hannover weitergeführt

2019

8Frühjahr 2019:
Voraussichtliche Verabschiedung des Bebauungsplans und Baustart

2021

9Ende 2021:
Fertigstellung erster Teilbereiche

2022

10Ende 2022:
Geplante Gesamtfertigstellung
 

PROJEKTPHASEN

2
Januar 2017:

Vorbereitungsstart des Werkstattverfahrens

Nachdem die Hochhaus-Idee vom Tisch war, haben wir die weiteren Rahmenbedingungen analysiert und in Vorgesprächen mit den Verfahrensbeteiligten Behörden die Zielsetzung und Aufgabenstellung formuliert. Die Ergebnisse dieser Ausgangsbedingungen bilden die Grundlage für den Auslobungstext des Werkstattverfahrens.

2
Mai 2017:

Informationsveranstaltung im Pelikan

Am 29. Mai 2017 fand auf dem Baufeld an der Günther-Wagner-Allee eine Informationsveranstaltung statt, an der knapp 100 Anwohner und Interessierte teilnahmen. Gundlach informierte über den aktuellen Stand der Planung. Angedacht ist der Neubau eines Wohnquartiers mit Miet- und Eigentumswohnungen und einzelnen Gewerbeflächen. Der direkte Austausch und Dialog zwischen Anwohnern und Planern wurde von beiden Seiten begrüßt. „Der von vielen Anwohnern gefürchtete Hochhausbau ist definitiv vom Tisch“, betonte Projektplaner Peter Duensing noch einmal. Geplant ist nun ein zweiphasiges Architekten-Werkstattverfahren mit acht ausgewählten Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Hierzu haben wir folgende Architekturbüros eingeladen und gebeten einen Entwurfsvorschlag abzugeben:

  • 03 Architekten GmbH, München
  • ahrens & grabenhorst architekten stadtplaner BDA, Hannover
  • Architekten BKSP Grabau Leiber Obermann und Partner, Hannover
  • CITYFÖRSTER PartG architecture + urbanism, Hannover
  • Fink+Jocher Architekten und Stadtplaner, München
  • kister scheithauer gross architekten und stadtplaner GmbH, Köln
  • Lorenzen Mayer Architekten, Berlin
  • Stefan Forster Architekten, Frankfurt am Main

Was ist das zweiphasige städtebaulich-hochbauliche Werkstattverfahren?

Gegenstand des Verfahrens ist im ersten Schritt die Überprüfung, Weiterentwicklung und Qualifizierung der Festlegungen des städtebaulichen Konzepts. Die 1. Phase soll den städtebaulichen Masterplan als Ergebnis haben, der verbindliche Festlegungen für die weiteren hochbaulichen Planungen für die 2. Phase definiert. Weiterhin bildet der Masterplan die Grundlage für das durch die Landeshauptstadt Hannover durchzuführende Bebauungsplanverfahren. Gegenstand der 2. Phase ist die weitere hochbauliche Überplanung der Baufelder durch die ausgewählten Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Auf Grundlage des Masterplanes sowie der Ergebnisse aus der 1. Phase des Werkstattverfahrens werden bis zu drei Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich in der 1. Phase durch die Qualität der Bearbeitung empfohlen haben, aufgefordert die hochbauliche Planung zu konkretisieren. Diese Phase wird kooperativ mittels Werkstatt-Terminen, in denen eine Zwischenabstimmung stattfindet, durchgeführt werden.


 

 

 
3
August 2017:

Startschuss für die 1. Phase des Werkstattverfahrens

Im August 2017 erfolgte der Startschuss für das Werkstattverfahren. In Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Hannover, den Jurymitgliedern, Sachverständigen und Gundlach wurden die acht ausgewählten Architekten im Rahmen einer Einführungsveranstaltung über die Aufgabenstellung und Rahmenbedingungen informiert.

4
November 2017:

Ausstellung der Zwischenergebnisse, Juryentscheid und Ausstellung der Ergebnisse

Ziel der ersten Phase des Werkstattverfahrens war ein städtebaulicher Masterplan, der verbindlich Art und Maß der baulichen Nutzung, Bauweise, überbaubare und nicht überbaubare Grundstücksflächen sowie Größe, Tiefe und Breite des Baugrundstücks definiert. Er ist Grundlage für die weitere Ausarbeitung der geplanten rund 250 Wohnungen, Gewerbe- und Freiflächen.

Aus dem Verfahren mit insgesamt acht Architekturbüros entschied die Jury am 2. November 2017 mit dem Entwurf von Fink + Jocher, München, in die 2. Phase des Werkstattverfahrens zu gehen. "Auf Grund ihrer inspirierenden Ideen hat die Jury ebenso die Büros Kister-Scheithauer-Gross aus Köln und Lorenzen Meyer aus Berlin in das weitere Werkstattverfahren mitgenommen", erläuterte Uwe Drost von D&K drost consult, die das Verfahren begleiten auf der öffentlichen Präsentation am 27. November 2017.

"Die Transparenz unserer baulichen Vorhaben in der Öffentlichkeit ist uns wichtig!", betonte Gundlachs Geschäftsführer Lorenz Hansen gegenüber Anwohnern und Interessierten in Gundlachs Kaminhalle. "Wir werden Sie auch über die kommende zweite Werkstattphase auf dem Laufenden halten. Und freuen uns natürlich auch weiterhin über Ihre Anregungen zu unserem Bauprojekt an der Günther-Wagner-Allee im Pelikan."

Die öffentliche Ausstellung des Siegermodells am 27. November im Gundlach Bürohaus war der Startschuss für die 2. Phase des Werkstattverfahrens.

Vlnr: Uwe Drost von D&K drost consult, Andreas Kleinschmidt, Projektentwicklung Gundlach und Lorenz Hansen, Gundlach Geschäftsführer
 
Jurysitzung am 2. November 2017
 

"Aufgrund des anfänglich noch zur Diskussion stehenden Hochhauses bin ich sehr kritisch in die erste Jurysitzung gegangen. Ich wurde aber angenehm überrascht durch die offene Atmosphäre und den fairen und konstruktiven Umgang mit den Entwürfen der acht Architekten. Die am Ende aus den vielen Ideen getroffene klare Entscheidung der Jury scheint mir plausibel und hat mich überzeugt. Ich bin nun sehr gespannt auf die Fortsetzung des Werkstattverfahrens“

Britta Kelch, Bürgervertreterin in der Jury

Britta Kelch, Bürgervertreterin in der Jury

 

FAQ

Die Fragen wurden nach bestem Gewissen beantwortet und repräsentieren den Kenntnisstand von Gundlach.

Mit Abschluss der 1.Phase des städtebaulich-hochbaulichen Werkstattverfahrens und der Auswahl der Architekturbüros für die weitere Bearbeitung erfolgt der Start in die 2.Phase des Verfahrens. Im Dezember und Januar werden die Werkstatttermine mit den Architekten, der Stadtplanung, der Jury und Gundlach durchgeführt. Die Entscheidung über den Hochbau erfolgt bis Ende März 2018. Gundlach wird über die zweite Werkstattphase und das Ergebnis informieren.
Ergebnis des Werkstattverfahrens ist unter Anderem der Masterplan. Dieser bildet die Grundlage für das durch die Stadt Hannover durchzuführende Bebauungsplanverfahren. Der Abschluss des Bebauungsplanverfahrens sowie Genehmigungsverfahrens ist für 2019 vorgesehen. Im Anschluss hieran erfolgt der Baustart. Die Fertigstellung der ersten Teilbereiche ist für Ende 2021 geplant.
Die Bebauung beider Grundstücke wird gemeinsam realisiert. Aufgrund der Baulogistik werden die Gebäude in Teilabschnitten erstellt.
Die Bebauung wird die Geschossigkeit der umgebenden Bebauung aufnehmen. Dieses bedeutet, dass maximal sieben Vollgeschosse und ein Staffelgeschoss vorgesehen sind. Weiterhin ist davon auszugehen, dass in Teilbereichen – je nach Architektenentwurf – unterschiedliche Höhenstaffelungen entstehen werden.
Im Vorfeld des Verfahrens wurde schon festgelegt, dass die Gebäudefassaden mit Klinker ausgebildet werden. Mit Abschluss des Werkstattverfahrens wird die grundlegende Farbgebung der Fassaden festgelegt. In diesem Rahmen wird auch über eine einheitliche oder unterschiedliche Farbgestaltung diskutiert und entschieden werden. Dieses betrifft auch eine evtl. Anpassung an das „Historische Pelikan“.
Dies wird grundsätzlich seitens Gundlach auch gewünscht, richtet sich jedoch nach dem Interesse der Gewerbebetreibenden.
Nach derzeitigem Stand kann man davon ausgehen, dass ca. 230 bis 250 Wohnungen entstehen.
Im Vergleich zu unserem Projekt „VIER“ wollen wir einen größeren Anteil an kleinen und mittelgro-ßen Wohnungen realisieren.

Geplant sind folgende Wohnungsgrößen:
1-Zimmer Wohnungen ca. 35 m² / Anteil von ca. 10% - 15%
2-Zimmer Wohnungen ca. 45 m² bis 60 m² / Anteil von ca. 25% - 35%
3-Zimmer Wohnungen ca. 65 m² bis 85 m² / Anteil von ca. 30% - 50%
4-Zimmer Wohnungen ca. 80 m² bis 110 m² / Anteil von ca. 15% - 20%
Vorgesehen ist ein KfW-55 Standard. In Anlehnung zu unserem Projekt Pelikan „VIER“. Gundlach prüft bei jedem Projekt welche Standards sinnvoll sind. Durch vergleichende Untersuchungen wird jeweils objektspezifisch eine optimale Lösung erarbeitet.
Ja – Gundlach setzt sich in diesem, wie auch in anderen Projekten, mit dem Thema Elektromobilität auseinander. In unseren Projekten wollen wir sinnvolle Lösungen umsetzen und für die Zukunft vorbereitet sein. Hierbei geht es darum die erforderliche Infrastruktur – Trafostationen/ intelligente Ladeinfrastruktur – zu berücksichtigen und zu planen. Gundlach steht hier in engem Kontakt mit der Stadt Hannover und den Energieversorgern um entsprechende Lösungen zu erarbeiten und umzusetzen.

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